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Koronarstenose: Graduierung, Referenz und vollständiger Verschluss

Die Stenose wird nach der Reduktion des Lumendurchmessers gegenüber einem normalen Referenzsegment graduiert und im Befund als Begriff mit seinem Bereich angegeben. Die patientenbezogene CAD-RADS-Kategorie richtet sich nach der höchstgradigen Stenose; eine Hauptstammstenose ≥50 % oder Stenosen ≥70 % in allen drei Gefäßen führen zu 4B. Die Definitionen folgen dem SCCT-Konsens 2026 und CAD-RADS 2.0.

Das Wichtigste

  • Die Stenose wird nach dem Durchmesser graduiert: Das minimale Lumen wird mit dem Lumen eines nahen normalen Segments verglichen, nie mit der Außenkontur einer remodellierten Plaque.
  • Die Grade sind minimal (1–24 %), geringgradig (25–49 %), mittelgradig (50–69 %), hochgradig (70–99 %) und vollständiger Verschluss (100 %); im Befund steht der Begriff immer mit seinem Bereich.
  • Die visuelle Abschätzung in Bereichen genügt für den klinischen Befund; die quantitative Messung ist keine Routineanforderung und zeigt gegenüber der Angiographie eine Variabilität von etwa ±25 %.
  • Ein Segment ohne Lumenkontrastierung ist ein vollständiger Verschluss, auch wenn distal Kontrastmittel nachweisbar ist; seine Chronizität wird nicht vorausgesetzt, sondern aus Kollateralen, Verkalkung oder Länge abgeleitet.
  • Eine Stenose ist ab 50 % obstruktiv und ab 70 % hochgradig; im Hauptstamm ist eine Stenose ≥50 % jedoch bereits CAD-RADS 4B.
  • Jede Stenose wird in ihrem Segment mit anatomischem Namen, Plaquetyp und Grad beschrieben; bei seriellen oder diffusen Läsionen bestimmt die höchstgradige die Kategorie.
In diesem Abschnitt (12)
  1. Durchmesserstenose
  2. Referenzlumendurchmesser
  3. Stenosegraduierung (Skala 0–5)
  4. Vollständiger Verschluss
  5. Offen, ohne Stenose und ohne Plaque
  6. Obstruktive und nicht obstruktive Stenose
  7. Läsion, Segment und Gefäß
  8. Serielle Stenosen und diffuse Erkrankung
  9. Exzentrisch und konzentrisch
  10. Visuelle Abschätzung und quantitative Messung
  11. Beschreibung der Stenose im Befund
  12. Ostial und juxtaostial
Tabelle 1. Graduierung der Koronarstenose nach Durchmesser. Die angegebene Kategorie gilt für den Patienten, wenn dieser Grad seine höchstgradige Stenose ist; eine Hauptstammstenose ≥50 % ist CAD-RADS 4B.
GradBegriffBereichBedeutung
0Keine sichtbare Stenose0 %Lumen nicht eingeengt. Ohne Plaque CAD-RADS 0, mit Plaque CAD-RADS 1
1Minimal1–24 %Nicht obstruktiv (CAD-RADS 1)
2Geringgradig25–49 %Nicht obstruktiv (CAD-RADS 2)
3Mittelgradig50–69 %Obstruktiv (CAD-RADS 3; 4B im Hauptstamm)
4Hochgradig70–99 %Obstruktiv (CAD-RADS 4A; 4B im Hauptstamm oder bei drei Gefäßen)
5Vollständiger Verschluss100 %Segment ohne Kontrastierung, akut oder chronisch (CAD-RADS 5)

Quelle: SCCT 2026, Text S. 15 und Tab. 5, S. 51; CAD-RADS 2.0, Tab. 1 und 4. Tab. 5 schreibt „minimal (1–25 %)“, der Text der SCCT 2026 und CAD-RADS 2.0 „1–24 %“.

Durchmesserstenose Diameter stenosis %DS#

Weitere Bezeichnungen: Diameterstenose, prozentuale Durchmesserstenose, Reduktion des Lumendurchmessers, diameter stenosis

Die Durchmesserstenose gibt an, um wie viel Prozent der Lumendurchmesser an der engsten Stelle gegenüber einem normalen Referenzsegment reduziert ist. SCCT und CAD-RADS graduieren nach diesem Maß, nicht nach der Fläche.

Abgrenzung: die Durchmesserstenose mit der Flächenstenose. Bei kreisrundem Lumen entspricht eine 50%ige Durchmesserstenose einer 75%igen Flächenstenose.

Siehe auch: Referenzlumendurchmesser · Stenosegraduierung (Skala 0–5) · Visuelle Abschätzung und quantitative Messung · Multiplanare und kurvierte Rekonstruktion

Quelle: SCCT 2026, Text zur qualitativen Stenosegraduierung, S. 15; kurvierte Rekonstruktion, S. 9; Formel unter quantitativer Graduierung, S. 16 · “A qualitative interpretation of the extent of coronary artery stenosis should be made in transverse and longitudinal views as an estimated maximal percent diameter stenosis.”

Details

In der Praxis. Die maximale Stenose wird in transversalen und longitudinalen Schnitten abgeschätzt, da die kurvierte Rekonstruktion eine exzentrische Stenose unterschätzen kann. Wird gemessen, gilt (RLD − MLD) / RLD × 100, wobei RLD der Referenzlumendurchmesser und MLD der minimale Lumendurchmesser ist.

Fallstrick. Die Flächenstenose wird angegeben, als wäre sie eine Durchmesserstenose. Die Fläche ergibt für dieselbe Läsion höhere Werte, und die CAD-RADS-Skala bezieht sich auf den Durchmesser.

In anderen Quellen. Die SCCT 2014 betrachtete die Flächenstenose als zusätzliche, nicht obligatorische Angabe. (SCCT 2014, Abschn. 5.4, S. 346)

In CCTA Map

Die Schaltflächen 0–5 und der Regler „Stenosegrad“ erfassen den Prozentwert auf der Durchmesserskala von CAD-RADS, und jedes Segment übernimmt seine höchstgradige Läsion. Ein Feld für die Flächenstenose gibt es nicht.

Koronarquerschnitte mit 4 mm und 2 mm Lumen: 50 % Durchmesserstenose entsprechen 75 % Flächenstenose
Abbildung 1. Dieselbe Läsion misst 50 % nach Durchmesser und 75 % nach Fläche, weil die Fläche vom Quadrat des Durchmessers abhängt. Die Skala von SCCT und CAD-RADS gilt für die prozentuale Durchmesserstenose.

Referenzlumendurchmesser Reference luminal diameter RLD#

Weitere Bezeichnungen: Referenzdurchmesser, Referenzgefäßdurchmesser (Begriff der quantitativen Koronarangiographie, wo er das Lumen misst), RVD (Abkürzung der quantitativen Koronarangiographie), reference lumen diameter

Der Referenzlumendurchmesser wird im Lumen eines normalen Segments nahe der Stenose gemessen, proximal oder distal, oder als Mittelwert beider Messungen bestimmt. Er ist der Nenner der prozentualen Stenose.

Abgrenzung: den Referenzlumendurchmesser mit dem Außendurchmesser des Gefäßes. Der Außendurchmesser dient der Beurteilung des positiven Remodelings; die Stenose wird ausschließlich aus Lumendurchmessern berechnet.

Siehe auch: Durchmesserstenose · Positives Remodeling · Serielle Stenosen und diffuse Erkrankung · Ostial und juxtaostial

Quelle: SCCT 2026, Text zur qualitativen (S. 15) und quantitativen (S. 16–17) Stenosegraduierung; Überschätzung, S. 29 · “Qualitatively, the luminal diameter at a stenosis should be compared with the luminal diameter of a normal reference vessel segment distal and/or proximal to the stenosis.”

Details

In der Praxis. Gewählt wird der normalste Querschnitt innerhalb von 10 mm von der Läsion, ohne dazwischenliegende Seitenäste. Bei einer ostialen Läsion dient die nächstgelegene distale Referenz. Im Hauptstamm und bei diffuser Erkrankung können Normwerte des Durchmessers herangezogen werden.

Fallstrick. Der Vergleich des Lumens mit der Außenkontur einer positiv remodellierten Plaque überschätzt die Stenose. Das minimale Lumen wird mit dem Lumen eines normalen Segments verglichen.

In anderen Quellen. Der ASCI-PT-Konsens 2024 bevorzugt die am normalsten erscheinende Stelle unmittelbar proximal der Plaque. Ist das proximale Segment ungeeignet, etwa bei einer ostialen Läsion, wählt er die nächstgelegene distale Referenz. Die interpolierte Referenz bleibt eine Option für den Vergleich mit der quantitativen Koronarangiographie. (Kim 2024, ASCI-PT, Thema 7 und Tab. 4)

In CCTA Map

Die Karte misst keine Durchmesser. Der mit den Schaltflächen oder dem Regler erfasste Prozentwert ist der, den der Radiologe am Befundungsarbeitsplatz abgeschätzt oder gemessen hat.

Stenosegraduierung (Skala 0–5) Stenosis grading scale 0–5#

Weitere Bezeichnungen: Stenosegrade, Stenoseklassifikation, Graduierung der Koronarstenose, kritische Stenose (gehört nicht zur Skala; anzugeben ist der Grad mit seinem Bereich) in diesem Glossar vermieden, stenosis grading

SCCT 2026 und CAD-RADS 2.0 teilen die Durchmesserstenose in sechs Grade ein: 0 %, minimal (1–24 %), geringgradig (25–49 %), mittelgradig (50–69 %), hochgradig (70–99 %) und vollständiger Verschluss (100 %).

Formulierung im Befund

RCX proximal: verkalkte Plaque mit minimaler Stenose (1–24 %).

Abgrenzung: den Stenosegrad mit der Plaquelast. CAD-RADS 2.0 verwendet im Original für beide Skalen „mild“, „moderate“ und „severe“, und eine minimale Stenose kann mit einer hohen Plaquelast einhergehen (CAD-RADS 1/P3).

Siehe auch: Durchmesserstenose · Obstruktive und nicht obstruktive Stenose · Plaquelast (P1–P4) · Beschreibung der Stenose im Befund

Quelle: SCCT 2026, Text zur qualitativen Stenosegraduierung, S. 15 · “This stenosis can be categorized as minimal (1-24 %), mild (25-49 %), moderate (50-69 %), severe (70-99 %) and total occlusion (100 %)”

Details

In der Praxis. Im Befund steht der Begriff zusammen mit seinem Bereich, z. B. „mittelgradige Stenose (50–69 %)“, damit er mit den Kategorien der invasiven Angiographie vergleichbar ist. Die CAD-RADS-Kategorie richtet sich nach der höchstgradigen Stenose des Patienten.

Fallstrick. Es wird nur „mittelgradige Stenose“ ohne Bereich geschrieben oder ein Begriff außerhalb der Skala wie „kritisch“ verwendet. Anzugeben ist ein Begriff der Skala, gefolgt von seinem Bereich.

In anderen Quellen. Die SCCT 2009 ließ eine optionale Skala zu, in der geringgradig unter 39 % und mittelgradig 40 bis 69 % bedeutete. Einige Studien verwenden auch andere Grenzwerte für geringgradig und minimal. Vor dem Vergleich einer Publikation mit dieser Skala sollten deren Grenzwerte geprüft werden. (Raff 2009, SCCT, optionale quantitative Skala; Kim 2024, ASCI-PT, Thema 6 und Tab. 3)

In CCTA Map

Die Schaltflächen 0–5 des Editors speichern einen repräsentativen Wert für jeden Bereich (0, 15, 38, 60, 85 oder 100 %), und der Befundentwurf schreibt den Begriff mit seinem Bereich, z. B. „moderate Stenose (50-69%)“. Dieser interne Wert ist keine Messung: Der Editor zeigt ihn neben dem Regler „Stenosegrad“ an, der Befund gibt ihn aber nicht aus.

Wörtliche Ausgabe des Befundentwurfs der Karte

Ramus interventricularis anterior (LAD): proximales Segment: verkalkte Plaque, minimale Stenose (1-24%); mittleres Segment: teilverkalkte Plaque, milde Stenose (25-49%); der übrige Gefäßverlauf ist unauffällig. Äste D1, D2: unauffällig.

Ramus circumflexus (LCX): proximales Segment: nicht verkalkte Plaque, moderate Stenose (50-69%); der übrige Gefäßverlauf ist unauffällig. Äste OM1, OM2: unauffällig.

Rechte Koronararterie (RCA): mittleres Segment: teilverkalkte Plaque, hochgradige Stenose (70-99%); der übrige Gefäßverlauf ist unauffällig. Äste AM, PDA, PL: unauffällig.

Beurteilung Hochgradige obstruktive koronare Herzkrankheit. CAD-RADS-Kategorie 4A/P2.

Obstruktive KHK (≥50%) in LCX und RCA.

Vollständiger Verschluss Total occlusion 100 %#

Weitere Bezeichnungen: Totalverschluss, kompletter Verschluss, Koronarverschluss, 100%ige Stenose, chronischer Totalverschluss, CTO (nur bei Befunden, die für Chronizität sprechen, z. B. Kollateralen; CAD-RADS 5 impliziert ihn nicht), subtotaler Verschluss (kein vollständiger Verschluss: Eine minimale Lumenkontrastierung bleibt erhalten), Kollateralkreislauf, Kollateralen (Kollateralen füllen das Stromgebiet distal des Verschlusses und sprechen für seine Chronizität), total occlusion

Ein vollständiger Verschluss ist ein Koronarsegment ohne jede Kontrastierung des Lumens und entspricht einer Stenose von 100 %. Ein einziger Verschluss, akut oder chronisch, genügt für CAD-RADS 5.

Formulierung im Befund

RCA medial: vollständiger Verschluss (100 %) mit Kontrastierung der distalen RCA.

Abgrenzung: den vollständigen mit dem subtotalen Verschluss. Der subtotale Verschluss bewahrt eine minimale, mitunter schwer erkennbare Lumenkontrastierung und ist einer Intervention meist leichter zugänglich als ein chronischer Totalverschluss.

Siehe auch: CAD-RADS 5 (vollständiger Verschluss) · Vollständiger In-Stent-Verschluss · Bypassstenose und Bypassverschluss · Multiplanare und kurvierte Rekonstruktion

Quelle: SCCT 2026, Text zum Koronarverschluss (vollständiger und subtotaler Verschluss, Zeichen der Chronizität), S. 18 · “Total coronary occlusion is defined by complete nonopacification of a coronary artery segment”

Details

In der Praxis. Der Abschnitt wird in der kurvierten Rekonstruktion und in Querschnitten verfolgt. Durchquert ein feiner Kontrastmittelfaden die Läsion, handelt es sich um einen subtotalen Verschluss. Distales Kontrastmittel schließt den Verschluss nicht aus, da die späte Akquisition Zeit für eine Füllung über Kollateralen lässt.

Fallstrick. Allein aufgrund des Verschlusses wird „chronischer Verschluss“ oder „CTO“ geschrieben. Die Chronizität wird gesondert aus Befunden wie Kollateralen, Verkalkung oder größerer Länge abgeleitet.

In anderen Quellen. In der interventionellen Kardiologie setzt ein chronischer Totalverschluss einen fehlenden antegraden Fluss durch die Läsion und eine wahrscheinliche oder belegte Dauer von mehr als drei Monaten voraus. In der CCTA sprechen Länge, Verkalkung und Kollateralen lediglich für Chronizität. (Galassi 2024, EAPCI-Konsens zu chronischen Totalverschlüssen, Einleitung; SCCT 2026, S. 18; SCCT 2024 zur Quantifizierung, Tab. 4, S. 437)

In CCTA Map

Die Schaltfläche 5 setzt die Läsion auf 100 %, der Befundentwurf schreibt „vollständiger Verschluss“, und die Kategorie ist CAD-RADS 5. Der Zusatz „vereinbar mit einem chronischen Totalverschluss“ erscheint nur, wenn im Menü „Anatomie ▾“ unter „Kollateralkreislauf“ Kollateralen markiert sind, die das verschlossene Stromgebiet erreichen.

Wörtliche Ausgabe des Befundentwurfs der Karte

Rechte Koronararterie (RCA): mittleres Segment: nicht verkalkte Plaque, vollständiger Verschluss; der übrige Gefäßverlauf ist unauffällig. Äste AM, PDA, PL: unauffällig.

Distale Wiederauffüllung der verschlossenen RCA über Kollateralen (von der LAD · apikale PDA–distale LAD-Anastomose), vereinbar mit einem chronischen Totalverschluss.

Beurteilung Vollständiger Verschluss mindestens eines Koronargefäßes. CAD-RADS-Kategorie 5/P1.

Obstruktive KHK (≥50%) in RCA.

Der vollständige Verschluss zeigt eine Rekrutierung von Kollateralen in Richtung des distalen Territoriums, was für Chronizität spricht (chronischer Totalverschluss, CTO) und für die Planung der Revaskularisationsstrategie und des Zugangswegs relevant sein kann (z. B. CTO-PCI). Die myokardiale Vitalität ist mit dedizierter Bildgebung zu bestätigen, da Kollateralen allein sie nicht zuverlässig vorhersagen.

Drei Gefäßschemata: hochgradige Stenose, subtotaler Verschluss mit Kontrastmittelfaden und vollständiger Verschluss mit distaler Füllung
Abbildung 2. Der vollständige Verschluss ist durch die fehlende Kontrastierung eines Segments definiert; distales Kontrastmittel schließt ihn nicht aus, da es über Kollateralen dorthin gelangen kann. Ein Kontrastmittelfaden durch die Läsion spricht für einen subtotalen Verschluss.

Offen, ohne Stenose und ohne Plaque Patent, no stenosis and no plaque#

Weitere Bezeichnungen: Offenheit, durchgängig, regelrecht kontrastiert, patent (aus dem Englischen; bevorzugt wird „offen“) in diesem Glossar vermieden, ohne sichtbare Stenose (Begriff von CAD-RADS 2.0 für 0 %), ohne Lumeneinengung, ohne Plaque und ohne Stenose, keine atherosklerotische Plaque (entspricht „ohne Plaque“), keine signifikante Stenose (mehrdeutig: sagt weder, ob Plaque vorliegt, noch welcher Grenzwert gilt) in diesem Glossar vermieden, normal, unauffällig (nur ohne Plaque und ohne Stenose)

Es handelt sich um drei verschiedene Aussagen. „Offen“ bedeutet, dass das Lumen eines Gefäßes, Stents oder Bypasses kontrastiert und nicht verschlossen ist; ob es eingeengt ist, sagt der Begriff nicht. „Ohne Stenose“ bedeutet, dass das Lumen nicht eingeengt ist (0 %), auch wenn Plaque vorhanden sein kann. „Ohne Plaque“ bedeutet, dass die Gefäßwand keine Plaque aufweist. Normal ist ein Segment nur ohne Plaque und ohne Stenose.

Formulierung im Befund

RCA medial: verkalkte Plaque ohne sichtbare Lumeneinengung.

Abgrenzung: „offen“ mit „ohne Stenose“. Ein offener Stent kann eine mittelgradige Restenose (50–69 %) aufweisen, ein offener Bypass eine Stenose an der distalen Anastomose.

Siehe auch: CAD-RADS 0 vs. CAD-RADS 1 · In-Stent-Restenose · Nicht beurteilt, nicht beurteilbar und nachgewiesenes Fehlen · Atherosklerotische Plaque

Quelle: SCCT 2026, Text zu Koronarstents (S. 19), Bypässen (S. 19–20), atherosklerotischer Plaque (S. 13) und zur Beurteilung (S. 36); CAD-RADS 2.0, Tab. 1 (0 %, „No visible stenosis“) und Tab. 4 (CAD-RADS 0 und 1, Fußnote b) · “An impression of a normal study should be given only if there is no plaque or stenosis.”

Details

In der Praxis. Ein Stent gilt als offen, wenn sich Kontrastmittel im Stentlumen findet; distales Kontrastmittel allein genügt nicht. Bei einem Bypass werden die Offenheit und getrennt davon Stenosen im Verlauf, an den Anastomosen und im distalen Stromgebiet angegeben. Bei einem Segment mit Plaque ohne Lumeneinengung wird der Plaquetyp angegeben, gefolgt von „ohne sichtbare Lumeneinengung“. Vor der Aussage „ohne Plaque“ wird die Wand in Querschnitten geprüft: Eine kleine, schwach verkalkte Plaque kann dieselbe Dichte wie das kontrastierte Lumen haben, und die native Serie hilft, sie zu erkennen.

Fallstrick. „Koronarien offen“ oder „keine signifikante Stenose“ wird geschrieben, als entspräche dies einer unauffälligen Untersuchung. Die SCCT 2026 behält die Beurteilung als Normalbefund dem Fehlen von Plaque und Stenose vor, und eine Plaque ohne Lumeneinengung führt bereits mindestens zu CAD-RADS 1.

In CCTA Map

Der Befundentwurf beschreibt nicht markierte Segmente als gesund: Ein Gefäß ohne Markierung erscheint als „keine atherosklerotische Plaque“, der Abschnitt nach der letzten Läsion als „der übrige Gefäßverlauf ist unauffällig“ und die Äste als „unauffällig“. Mit „nicht diagnostisch“ im Auswahlfeld „Bildqualität“ werden daraus „keine abgrenzbaren Läsionen“ und „im übrigen Gefäßverlauf keine abgrenzbaren Läsionen“. Bei anderer Bildqualität werden daraus, wenn P mit „Kalzium (Agatston)“ oder „P wählen“ festgelegt wurde und keine Plaque in der Karte eingezeichnet ist, „keine Stenose“ und „im übrigen Gefäßverlauf keine Stenose“, auch bei den Ästen, da P bereits Plaque anzeigt. Ein Stent ohne Restenose erscheint als „offener Stent, ohne signifikante Restenose“, ein Bypass ohne Stenose als „offen, ohne signifikante Stenose“. Einschränkungen der Karte: Eine mit 0 % markierte Plaque erscheint als „atherosklerotische Plaque ohne signifikante Stenose“, ohne ihren Typ; wird ein Segment mit „N“ markiert, löscht die Karte dessen Plaque, zählt sie nicht mehr für SIS und P und stellt sie beim Entfernen von N nicht wieder her. Im ersten Fall schreiben Sie beim Bearbeiten des Entwurfs den Plaquetyp und „ohne sichtbare Lumeneinengung“; im zweiten beschreiben Sie die Plaque von Hand und legen, wenn sich die Gesamtlast zuverlässig beurteilen lässt, P mit „P wählen“ oder „Kalzium (Agatston)“ im Menü „Modifikatoren P · I ▾“ fest.

Obstruktive und nicht obstruktive Stenose Obstructive and nonobstructive stenosis ≥50 % · ≥70 %#

Weitere Bezeichnungen: obstruktive KHK, nicht obstruktive KHK, obstruktive koronare Herzkrankheit, signifikante Stenose in diesem Glossar vermieden, relevante Stenose (mehrdeutig: bedeutet je nach Quelle ≥50 %, ≥70 % oder eine funktionelle Relevanz; bevorzugt wird der Grad mit seinem Bereich) in diesem Glossar vermieden, obstructive CAD

In CAD-RADS 2.0, dem dieses Glossar folgt, gilt eine Stenose ≥50 % als obstruktiv und eine geringere als nicht obstruktiv. 70 % markiert die hochgradige Stenose und ist der Grenzwert der obstruktiven Drei-Gefäß-Erkrankung.

Formulierung im Befund

Obstruktive KHK mit maximal mittelgradiger Stenose (50–69 %) des medialen RIVA.

Abgrenzung: „obstruktiv“ mit „hämodynamisch relevant“. „Obstruktiv“ ist ein anatomischer Grenzwert, eine Durchmesserstenose ≥50 %; die funktionelle Relevanz wird mit einem Funktionstest beurteilt und, wenn dies CT-FFR oder CT-Perfusion war, mit dem Modifikator I kodiert.

Siehe auch: Stenosegraduierung (Skala 0–5) · CAD-RADS 4A vs. 4B · Modifikator I mit CT-FFR · CAD-RADS 2 und CAD-RADS 3

Quelle: CAD-RADS 2.0, Abschn. 3.1.1 und Tab. 4 (CAD-RADS 1 und 2 als nicht obstruktive Erkrankung; Interpretation von CAD-RADS 3 bis 4B) · “CAD RADS 4B - This indicates the presence of a left main stenosis of at least 50% or three-vessel obstructive disease (>70%).”

Details

In der Praxis. 50 % trennt CAD-RADS 2 von CAD-RADS 3, bei dem CAD-RADS 2.0 empfiehlt, eine funktionelle Testung zu erwägen. 70 % trennt CAD-RADS 3 von 4A. Eine Hauptstammstenose ≥50 % oder drei Gefäße mit ≥70 % ergeben CAD-RADS 4B.

Fallstrick. Eine Hauptstammstenose von 50–69 % wird als CAD-RADS 3 eingestuft. Im Hauptstamm ist eine Stenose ≥50 % CAD-RADS 4B.

In anderen Quellen. Die ACC/AHA/SCAI-Leitlinie zur Revaskularisation von 2021 bezeichnet eine angiographische Stenose ≥70 % bzw. ≥50 % im Hauptstamm als signifikant und eine Stenose von 40–69 % als intermediär. Das Glossar folgt dem 50-%-Grenzwert von CAD-RADS 2.0. (Lawton 2022, ACC/AHA/SCAI-Leitlinie zur Revaskularisation, Abschn. 4.1)

In CCTA Map

Die Beurteilung bezeichnet CAD-RADS 1 und 2 als nicht obstruktiv und nennt mit Kürzel, wo die obstruktive Erkrankung (≥50 %) liegt: das Gefäß (LM, LAD, LCX oder RCA), wenn die Läsion darin liegt, und den Ast (z. B. D1, OM1, PDA oder RI), wenn sie in einem Ast liegt, wie in „Obstruktive KHK (≥50%) in LAD, D1 und PDA.“ Die Zeile zur nicht obstruktiven Erkrankung nennt sie ebenso, z. B. „Nicht-obstruktive KHK in D1 und OM1.“ Eine Hauptstammstenose ≥50 % ergibt CAD-RADS 4B, auch ohne hochgradige Stenose.

Wörtliche Ausgabe des Befundentwurfs der Karte

Ramus interventricularis anterior (LAD): proximales Segment: teilverkalkte Plaque, moderate Stenose (50-69%); der übrige Gefäßverlauf ist unauffällig. Äste D1, D2: unauffällig.

Ramus circumflexus (LCX): proximales Segment: teilverkalkte Plaque, moderate Stenose (50-69%); der übrige Gefäßverlauf ist unauffällig. Äste OM1, OM2: unauffällig.

Rechte Koronararterie (RCA): mittleres Segment: teilverkalkte Plaque, moderate Stenose (50-69%); der übrige Gefäßverlauf ist unauffällig. Äste AM, PDA, PL: unauffällig.

Beurteilung Mäßige obstruktive koronare Herzkrankheit. CAD-RADS-Kategorie 3/P2.

Obstruktive KHK (≥50%) in LAD, LCX und RCA.

Läsion, Segment und Gefäß Lesion, segment and vessel#

Weitere Bezeichnungen: läsionsbezogene Analyse, segmentbezogene Analyse, gefäßbezogene Analyse, per-vessel analysis

Dies sind die Ebenen, auf denen die koronare Erkrankung beschrieben wird. Die Läsion ist eine konkrete Plaque mit ihrer Ausdehnung und ihrer maximalen Stenose und kann mehr als ein Segment einnehmen. Das Segment ist die Einheit des SCCT-Segmentmodells, in der Plaquetyp und Stenose erfasst werden. Das Gefäß ist die aus diesen Segmenten gebildete Arterie. Die CAD-RADS-Kategorie wird dem Patienten zugeordnet, nicht jeder Läsion oder jedem Gefäß.

Formulierung im Befund

Teilverkalkte Plaque vom proximalen bis zum medialen RIVA mit maximal mittelgradiger Stenose (50–69 %) im medialen RIVA.

Abgrenzung: die Läsion mit dem Segment beim SIS. Eine Plaque im proximalen und medialen RIVA (LAD) ist eine einzige Läsion, zählt aber 2 Punkte; drei Plaques in einem Segment zählen 1.

Siehe auch: Segment-Involvement-Score · Zuordnung einer Läsion an Segmentgrenzen und Bifurkationen · Patientenbezogene CAD-RADS-Kategorie · Serielle Stenosen und diffuse Erkrankung

Quelle: SCCT 2026, Text zu atherosklerotischer Plaque und Plaquevolumen (S. 14) und Tab. 6 (segmentbezogene Beurteilung von Plaque und Stenose), S. 52; CAD-RADS 2.0, Abschn. 3.1.1 und 3.3.4, Tab. 4 (Anmerkung zur patientenbezogenen Klassifikation) und Abb. 17 · “Depending on the extent of disease, plaque can be described on a per-lesion or per-segment level.”

Details

In der Praxis. Die maximale Stenose und die Hochrisikomerkmale gehören zu einer Läsion, und HRP erfordert zwei oder mehr Merkmale in derselben Plaque. Der Befund erfasst Plaquetyp und Stenose pro Segment, und der SIS zählt Segmente mit Plaque, nicht Plaques. Die Drei-Gefäß-Erkrankung von CAD-RADS 4B wird pro Gefäß gezählt. Die Kategorie des Patienten bestimmt die klinisch relevanteste Stenose, in der Regel die höchstgradige. Die SCCT 2026 erlaubt, Plaque je nach Ausdehnung der Erkrankung läsions- oder segmentbezogen zu beschreiben.

Fallstrick. Eine lange Plaque wird nur im Segment ihrer maximalen Stenose erfasst. Die Plaque wird in jedem Segment erfasst, das sie einnimmt, und jedes zählt für den SIS.

In CCTA Map

Jede Läsion wird durch Ziehen über das Gefäß eingezeichnet und im sich öffnenden Fenster charakterisiert. Eine über zwei Segmente gezogene Plaque wird in beiden mit demselben Grad, Typ und denselben Merkmalen erfasst und zählt in beiden für den SIS; liegt die maximale Stenose nur in einem Segment, zeichnen Sie in jedem Segment einen eigenen Strich ein. Die Hochrisikomerkmale („Niedrige Dichte“, „Remodeling +“, „Tüpfelkalk“ und „Napkin-Ring“) werden je Plaque markiert, und HRP erscheint nur, wenn eine Plaque zwei oder mehr davon aufweist. Hat ein Segment zwei Plaques, beschreibt der Befundentwurf die höhergradige und nennt die andere nur, wenn sie ein markiertes Merkmal trägt; ein Stent und eine native Plaque im selben Segment werden dagegen getrennt beschrieben. Dies ist eine Einschränkung der Karte: Die zweite Plaque ohne Merkmale wird beim Bearbeiten des Entwurfs ergänzt. Die Karte zeigt eine einzige Kategorie pro Patient mit ihrer Begründung, z. B. „Drei-Gefäß-Erkrankung (≥70%)“.

Serielle Stenosen und diffuse Erkrankung Serial stenoses and diffuse disease#

Weitere Bezeichnungen: serielle Läsionen, hintereinandergeschaltete Stenosen, Tandemstenosen (im SYNTAX-Score nur bei einem Abstand von weniger als drei Referenzdurchmessern), diffuse KHK, diffuse Plaque, multifokale Erkrankung (Attribut „multifocal“ der SCCT 2026), fokale Läsion, fokale Stenose, langstreckige Läsion (Attribut „long“ der SCCT 2026)

Die Begriffe beschreiben die Ausdehnung der Erkrankung entlang des Gefäßes. Eine fokale Läsion nimmt einen kurzen Abschnitt mit beidseits normaler Wand ein. Serielle Stenosen liegen vor, wenn zwei oder mehr Stenosen desselben Gefäßes durch Abschnitte mit normalem Lumen getrennt sind; „multifokal“ beschreibt mehrere voneinander getrennte Läsionen. Bei der diffusen Erkrankung nimmt die Plaque einen langen Abschnitt ohne nahes normales Segment ein. Die SCCT 2026 legt keine Länge fest, die eine fokale von einer diffusen atherosklerotischen Läsion trennt.

Formulierung im Befund

RIVA medial: zwei serielle nicht verkalkte Plaques, die proximale mit geringgradiger Stenose (25–49 %), die distale mit hochgradiger Stenose (70–99 %).

Abgrenzung: serielle Stenosen mit diffuser Erkrankung. Bei seriellen Stenosen bleiben Abschnitte mit normalem Lumen dazwischen, und jede Stenose wird getrennt graduiert; bei diffuser Erkrankung fehlt ein nahes normales Lumen als Referenz.

Beispiel in der Karte öffnen (CAD-RADS 4A/P1) →
Bekannte Einschränkung der Karte

Von zwei Läsionen eines Segments wird nur die höhergradige beschrieben, sofern die andere keine Merkmale trägt; nicht behoben (in der Karte geprüft am 08.10.2026).

Siehe auch: Referenzlumendurchmesser · Läsion, Segment und Gefäß · Plaquelast (P1–P4) · Spontane Koronararteriendissektion und intramurales Hämatom

Quelle: SCCT 2026, Text zu atherosklerotischer Plaque (S. 14), quantitativer Graduierung (S. 16–17) und Unterschätzung (S. 29) · “Additional attributes such as "ostial", "bifurcation", "eccentric", "long", "diffuse" and "multifocal" can be used to further describe the location, morphology and extent of atherosclerotic disease.”

Details

In der Praxis. Die SCCT 2026 erlaubt, Plaque läsions- oder segmentbezogen zu beschreiben und Attribute wie „lang“, „diffus“ oder „multifokal“ hinzuzufügen. Bei diffuser Erkrankung werden der von der Plaque eingenommene Abschnitt und der Ort der maximalen Stenose genannt; bei seriellen Stenosen wird jede mit ihrem Grad beschrieben. Die CAD-RADS-Kategorie richtet sich nach der höchstgradigen Stenose, und die Ausdehnung geht in die Plaquelast ein, weil jedes Segment mit Plaque für den SIS zählt.

Fallstrick. Bei diffuser Erkrankung führt ein ebenfalls erkrankter oder kleiner Nachbarabschnitt als Referenz zur Unterschätzung der Stenose. Besser wird der erwartete normale Gefäßdurchmesser verwendet.

In anderen Quellen. Im SYNTAX-Score gelten Läsionen, die weniger als drei Referenzdurchmesser auseinanderliegen, als eine einzige Tandemläsion. Sein Kriterium der diffusen Erkrankung beschreibt nicht die Plaque, sondern ein distales Gefäß unter 2 mm auf mindestens 75 % seiner Länge. Die SCCT 2026 nennt Längen für „fokal“ und „diffus“ nur innerhalb bestimmter Klassifikationen, der In-Stent-Restenose (10 mm) und der spontanen Koronararteriendissektion (20 mm), und wendet sie nicht auf die atherosklerotische Plaque an. (Sianos 2005, SYNTAX, S. 222–223; SCCT 2026, S. 19 und 23)

In CCTA Map

Werden zwei Läsionen in einem Segment eingezeichnet, beschreibt der Befundentwurf die höhergradige mit ihrem Plaquetyp und die andere nur, wenn sie ein markiertes Hochrisikomerkmal trägt, in einem eigenen Satz („im selben Segment eine weitere …“). Dies ist eine Einschränkung der Karte: Ohne Merkmale erscheint die zweite Läsion nicht und wird beim Bearbeiten des Entwurfs ergänzt; die Kategorie ändert sich nicht, da sie sich nach der höchstgradigen richtet. Eine über zwei Segmente gezogene Plaque wird in beiden erfasst. Die Karte hat kein Feld für „fokal“, „diffus“ oder „multifokal“; diese Attribute werden im Entwurf ergänzt.

Wörtliche Ausgabe des Befundentwurfs der Karte

Ramus interventricularis anterior (LAD): proximales Segment: nicht verkalkte Plaque, milde Stenose (25-49%); mittleres Segment: nicht verkalkte Plaque, hochgradige Stenose (70-99%); der übrige Gefäßverlauf ist unauffällig. Äste D1, D2: unauffällig.

Beurteilung Hochgradige obstruktive koronare Herzkrankheit. CAD-RADS-Kategorie 4A/P1.

Obstruktive KHK (≥50%) in LAD.

Exzentrisch und konzentrisch Eccentric and concentric#

Weitere Bezeichnungen: exzentrische Plaque, exzentrische Stenose, konzentrische Plaque, zirkuläre Plaque, eccentric plaque

Die Begriffe beschreiben, wie sich die Plaque über den Wandumfang verteilt. Eine exzentrische Plaque nimmt nur einen Teil des Umfangs ein, und das Lumen ist zur freien Seite verlagert. Eine konzentrische Plaque umgibt das Lumen zirkulär. Keiner der beiden Begriffe gibt den Stenosegrad an.

Formulierung im Befund

RCA medial: exzentrische nicht verkalkte Plaque mit geringgradiger Stenose (25–49 %).

Abgrenzung: eine konzentrische Plaque mit der glatten, zirkulären Wandverdickung einer Vaskulitis, die Kontrastmittel aufnimmt und mit einer Veränderung des umgebenden Fettgewebes einhergehen kann. Diese Verdickung ist nicht atherosklerotisch und wird mit dem Modifikator E kodiert.

Siehe auch: Koronare Vaskulitis · Durchmesserstenose · Multiplanare und kurvierte Rekonstruktion · Modifikator E (Ausnahmen)

Quelle: SCCT 2026, Text zu atherosklerotischer Plaque (Attribut „eccentric“, S. 14), kurvierter Rekonstruktion (S. 9) und Vaskulitis (S. 24); CAD-RADS 2.0, Abschn. 3.3.6; Kim 2024 (ASCI-PT), Thema 8 · “Curved MPR can underestimate eccentric stenosis; hence evaluation should be performed in at least two perpendicular planes.”

Details

In der Praxis. Die kurvierte Rekonstruktion kann eine exzentrische Stenose unterschätzen; die Stenose wird daher in mindestens zwei senkrecht zueinander stehenden Ebenen und in Querschnitten beurteilt. Wird ein elliptisches Lumen im Querschnitt gemessen, schlägt der ASCI-PT-Konsens 2024 vor, den maximalen und den minimalen Durchmesser zu mitteln, bei mäßiger Übereinstimmung (66,7 %).

Fallstrick. Eine exzentrische Plaque wird nur in einer longitudinalen Ebene graduiert. Das Lumen kann in dieser Ebene weit und in der senkrechten Ebene eng erscheinen.

In anderen Quellen. Die SCCT 2014 führte die exzentrische Lage unter den optionalen Deskriptoren einer stenosierenden Läsion. In der SCCT 2026 erscheint „konzentrisch“ bei der Transplantatvaskulopathie, die eine distale konzentrische Einengung verursacht; bei diesen Patienten kann eine proximale exzentrische Plaque auf eine Atherosklerose des Spenders zurückgehen. (SCCT 2014, Abschn. 10.6.2, S. 352; SCCT 2026, S. 24)

In CCTA Map

Die Karte erfasst nicht, ob die Plaque exzentrisch oder konzentrisch ist. Das Attribut wird beim Bearbeiten des Entwurfs ergänzt.

Visuelle Abschätzung und quantitative Messung Visual estimation and quantitative measurement#

Weitere Bezeichnungen: visuelle Stenosegraduierung, Stenosequantifizierung, quantitative Stenosemessung, visual estimation

Bei der visuellen Abschätzung ordnet der Befunder den Stenosebereich zu, indem er das Lumen nach Augenmaß mit der Referenz vergleicht. Die quantitative Messung berechnet den Prozentwert aus Durchmessern oder Flächen, die mit einer Software nachgezeichnet werden.

Formulierung im Befund

RIVA medial: teilverkalkte Plaque mit mittelgradiger Stenose (50–69 %), visuell auf etwa 55 % geschätzt.

Abgrenzung: einen nach Augenmaß geschätzten Wert mit einer Messung. Wurden keine Durchmesser nachgezeichnet, wird der Wert als visuelle Abschätzung angegeben, zusammen mit Begriff und Bereich.

Beispiel in der Karte öffnen (CAD-RADS 3/P1) →
Bekannte Einschränkung der Karte

Mit dem Regler schreibt der Befundentwurf nur den Zahlenwert („55% Stenose“), ohne Begriff und Bereich; nicht behoben (in der Karte geprüft am 08.10.2026).

Siehe auch: Durchmesserstenose · Stenosegraduierung (Skala 0–5) · Beschreibung der Stenose im Befund

Quelle: SCCT 2026, Text zur quantitativen Stenosegraduierung, S. 17 · “Visual estimate is typically sufficient for clinical interpretation since it is comparable to visual stenosis assessment in ICA”

Details

In der Praxis. Für den Befund genügt die visuelle Abschätzung in Bereichen, vergleichbar mit der visuellen Beurteilung der invasiven Angiographie. Eine Messung ist keine Routine, da sie gegenüber der quantitativen Koronarangiographie eine Variabilität von etwa ±25 % aufweist. Wird gemessen, wird der Wert mit seinem Bereich angegeben.

Fallstrick. Es wird nur „63%ige Stenose“ angegeben, eine Genauigkeit, die das Verfahren nicht besitzt. Anzugeben ist der Begriff mit seinem Bereich und bei Bedarf der gemessene Wert.

In anderen Quellen. Bei der softwaregestützten Quantifizierung bevorzugt die SCCT 2024 wegen der besseren Reproduzierbarkeit Flächen- und Volumenmaße gegenüber Durchmessern. Für den klinischen Befund folgt das Glossar der visuellen Abschätzung der SCCT 2026. (SCCT 2024 zur Quantifizierung, Abschn. 3, S. 432; SCCT 2026, S. 17)

In CCTA Map

Mit dem Regler schreibt der Befundentwurf nur den Zahlenwert, etwa „45% Stenose“, ohne Begriff und Bereich. Dies ist eine Einschränkung der Karte: Ergänzen Sie beim Bearbeiten des Entwurfs den Begriff, den Bereich und, falls der Wert nicht gemessen wurde, den Hinweis auf eine visuelle Abschätzung. Mit den Schaltflächen 0–5 schreibt der Befundentwurf Begriff und Bereich; der interne Wert jeder Schaltfläche steht für den Bereich und ist keine Messung.

Wörtliche Ausgabe des Befundentwurfs der Karte

Ramus interventricularis anterior (LAD): proximales Segment: teilverkalkte Plaque, moderate Stenose (50-69%); der übrige Gefäßverlauf ist unauffällig. Äste D1, D2: unauffällig.

Rechte Koronararterie (RCA): mittleres Segment: nicht verkalkte Plaque, 45% Stenose; der übrige Gefäßverlauf ist unauffällig. Äste AM, PDA, PL: unauffällig.

Beurteilung Mäßige obstruktive koronare Herzkrankheit. CAD-RADS-Kategorie 3/P1.

Obstruktive KHK (≥50%) in LAD.

Beschreibung der Stenose im Befund Reporting a coronary stenosis#

Weitere Bezeichnungen: Läsionsbeschreibung, Stenosebeschreibung, ACC/AHA-Läsionsklassifikation (Typen A, B und C in der Angiographie; die SCCT 2026 verwendet sie nicht), reporting a coronary stenosis

Jede Stenose wird mit ihrer anatomischen Lokalisation, dem verursachenden Plaquetyp und ihrem Grad mit Begriff und Bereich beschrieben. Die SCCT 2026 verlangt diese segmentbezogene Beurteilung nach CAD-RADS 2.0.

Formulierung im Befund

RCA proximal: nicht verkalkte Plaque mit mittelgradiger Stenose (50–69 %).

Beispiel in der Karte öffnen (CAD-RADS 3/P1) →
Bekannte Einschränkung der Karte

Eine Plaque mit 0 % erscheint ohne ihren Typ, und die zweite Plaque des Segments fehlt, wenn sie keine Merkmale trägt; nicht behoben (in der Karte geprüft am 08.10.2026).

Siehe auch: Stenosegraduierung (Skala 0–5) · Ostial und juxtaostial · Exzentrisch und konzentrisch · Offen, ohne Stenose und ohne Plaque

Quelle: SCCT 2026, Tab. 5 (Interpretationskonsens, starke Empfehlung) und Tab. 6 (segmentbezogene Beurteilung nach CAD-RADS 2.0); Formulierungsbeispiel, S. 15 · “Description of stenosis is based on the anatomical location (e.g., mid LAD, distal RCA) rather than on segment numbers (e.g. segment 5, segment 7).”

Details

In der Praxis. Als Muster dient das Beispiel der SCCT 2026, das zuerst das Segment, dann die Plaque und zuletzt den Grad nennt, etwa „proximale RCA mit nicht verkalkter Plaque und mittelgradiger Stenose (50–69 %)“ (die vorläufige PDF-Fassung schreibt „50–60 %“, vermutlich ein Druckfehler). Attribute wie ostial, an einer Bifurkation oder exzentrisch können ergänzt werden.

Fallstrick. Ein Segment mit Plaque ohne Lumeneinengung wird als normal bezeichnet. „Normal“ setzt voraus, dass weder Plaque noch Stenose vorliegt, und eine Plaque allein ergibt bereits CAD-RADS 1.

In anderen Quellen. In der interventionellen Kardiologie wird die Läsion nach ACC/AHA als Typ A, B oder C klassifiziert, nach Länge, Exzentrizität, Angulation, Verkalkung, betroffenen Ästen, Thrombus und Stenosegrad. Diese Einteilung schätzt Erfolg und Risiko der Angioplastie ab. Die SCCT 2026 verwendet sie nicht. (Sianos 2005, SYNTAX, S. 222)

In CCTA Map

Der Befundentwurf formuliert einen Absatz pro Gefäß mit Sätzen wie „proximales Segment: nicht verkalkte Plaque, moderate Stenose (50-69%)“. Einschränkungen der Karte: Eine Plaque mit 0 % erscheint als „atherosklerotische Plaque ohne signifikante Stenose“, ohne ihren Typ, und hat ein Segment zwei Plaques, wird die zweite nur beschrieben, wenn sie ein markiertes Hochrisikomerkmal trägt. Schreiben Sie beim Bearbeiten des Entwurfs den Plaquetyp, gefolgt von „ohne sichtbare Lumeneinengung“, und ergänzen Sie die zweite Plaque, wenn sie fehlt; diese Auslassungen im Text ändern weder die Kategorie noch P.

Wörtliche Ausgabe des Befundentwurfs der Karte

Ramus interventricularis anterior (LAD): mittleres Segment: atherosklerotische Plaque ohne signifikante Stenose; der übrige Gefäßverlauf ist unauffällig. Äste D1, D2: unauffällig.

Rechte Koronararterie (RCA): proximales Segment: nicht verkalkte Plaque, moderate Stenose (50-69%); der übrige Gefäßverlauf ist unauffällig. Äste AM, PDA, PL: unauffällig.

Beurteilung Mäßige obstruktive koronare Herzkrankheit. CAD-RADS-Kategorie 3/P1.

Obstruktive KHK (≥50%) in RCA.

Ostial und juxtaostial Ostial and juxta-ostial#

Weitere Bezeichnungen: ostiale Läsion, Ostiumstenose, Abgangsstenose, ostiale Beteiligung, aorto-ostiale Läsion (Ostium der RCA oder des Hauptstamms an der Aorta), juxtaostiale Läsion

„Ostial“ wird verwendet, wenn die Plaque die Ursprungsöffnung des Gefäßes betrifft: die der RCA oder des Hauptstamms (HS; engl. LM) an der Aorta oder die eines Astes an seinem Ursprungsgefäß, etwa die des RIVA (LAD) an der Hauptstammbifurkation. „Juxtaostial“ wird verwendet, wenn die Plaque neben dem Ursprung liegt, das Ostium aber frei lässt. Die SCCT 2026 nennt „ostial“ als Attribut, ohne einen Abstand festzulegen; „juxtaostial“ ist ein gebräuchlicher Begriff, kein Konsensbegriff.

Formulierung im Befund

RIVA proximal: juxtaostiale nicht verkalkte Plaque unter Aussparung des RIVA-Ostiums mit mittelgradiger Stenose (50–69 %).

Abgrenzung: eine ostiale Stenose durch Plaque mit dem schlitzförmigen Ostium eines anomalen Ursprungs oder mit der ostialen Beteiligung bei einer von der Aorta übergreifenden Vaskulitis. Diese Einengungen sind nicht atherosklerotisch und werden mit dem Modifikator E kodiert.

Siehe auch: Hauptstamm der linken Koronararterie · Hochrisikoanatomie der anomalen Koronararterie · Koronare Vaskulitis · Maximum- und Minimumintensitätsprojektion

Quelle: SCCT 2026, Text zu atherosklerotischer Plaque (Attribut „ostial“, S. 14), Koronaranatomie (S. 11), quantitativer Graduierung (S. 16), MIP (S. 9), Anomalien (S. 20) und Vaskulitis (S. 24); Kim 2024 (ASCI-PT), Themen 1 und 7; CAD-RADS 2.0, Tab. 4 und Abschn. 3.3.6 · “If the proximal segment is not appropriate (e.g., ostial lesion), the closest distal reference can be chosen.”

Details

In der Praxis. Das Ostium wird in Quer- und Längsschnitten beurteilt; MIP mit 5–10 mm Schichtdicke stellen den Ursprung gut dar, eignen sich aber nicht zur Stenosegraduierung. Bei einer ostialen Läsion taugt das proximale Segment nicht als Referenz, und es wird die nächstgelegene distale Referenz gewählt. Am Ostium von RIVA oder RCX (LCX) wird angegeben, ob die Plaque die Hauptstammbifurkation einnimmt: Die SCCT 2026 ordnet eine Bifurkationsläsion dem vorangehenden Segment zu, und der ASCI-PT-Konsens 2024 klassifiziert Läsionen der Bifurkation in Richtung RIVA oder RCX als Hauptstammläsionen. Wird die Plaque dem Hauptstamm zugeordnet, ist eine Stenose ≥50 % CAD-RADS 4B. Eine juxtaostiale Plaque wird im proximalen RIVA bzw. RCX erfasst.

Fallstrick. Eine Plaque des proximalen RIVA, die das Ostium frei lässt, wird als ostial bezeichnet. Sie ist juxtaostial und wird im RIVA erfasst; nur eine Plaque, die die Bifurkation einnimmt, wird dem Hauptstamm zugeordnet.

In anderen Quellen. Die SCCT 2014 führte „ostial“ bereits unter den optionalen Modifikatoren der Plaque und die Beteiligung eines Ostiums oder Astes unter den Angaben zur Ausdehnung der Stenose. (SCCT 2014, Abschn. 5.4, S. 346, und Tab. 4, S. 347)

In CCTA Map

Die Karte hat kein Attribut „ostial“: Die Plaque wird in ihrem Segment eingezeichnet (an einer Bifurkation im vorangehenden Segment), und das Attribut wird beim Bearbeiten des Entwurfs ergänzt. Bei einer Anomalie mit Ursprung aus einem Aortensinus („R-Sinus“ oder „L-Sinus“ im Reiter „Ein Gefäß“ unter „Ursprung der Koronararterien“, Menü „Anatomie ▾“) beschreibt die Schaltfläche „Schlitzförmiges Ostium / spitzwinkliger Abgang“ unter „Hochrisikomerkmale“ die Form des anomalen Ostiums, keine Stenose durch Plaque. Einschränkung der Karte: Die Karte graduiert keine Einengung ohne Plaque, und eine Anomalie mit mittelgradiger Stenose erscheint als CAD-RADS 0/E statt 3/E. Die Kategorie wird beim Bearbeiten des Entwurfs korrigiert, ohne P hinzuzufügen; die Einengung als Läsion einzuzeichnen löst das Problem nicht, weil die Karte sie als Plaque beschreibt und P1 ergänzt.

Selbsttest

Kurze Fragen zur Überprüfung des Wesentlichen. Die Antwort erscheint nach der Auswahl.

1Die Auswertesoftware zeigt im medialen RIVA einen minimalen Lumendurchmesser von 1,5 mm, einen Referenzdurchmesser von 3,0 mm und eine Flächenstenose von 75 %. Welcher Grad wird angegeben?

2Eine nicht verkalkte Plaque der proximalen RCA zeigt positives Remodeling. An der Läsion misst der Außendurchmesser des Gefäßes 5,0 mm, das minimale Lumen 2,0 mm. Das Lumen des normalen proximalen Segments misst 3,2 mm. Welcher Grad wird angegeben?

3In einer Untersuchung mit guter Bildqualität zeigt ein 5 mm langer Abschnitt der proximalen RCX kein Kontrastmittel im Lumen, die distale RCX ist kontrastiert. Der Abschnitt ist nicht verkalkt, Kollateralen sind nicht sichtbar. Wie wird der Befund beschrieben?

4Proximaler RIVA, proximale RCX und mediale RCA weisen je eine mittelgradige Stenose (50–69 %) auf, weitere Läsionen bestehen nicht. Welche Kategorie wird ohne Berücksichtigung von Plaquelast und Modifikatoren vergeben?

5Welche Formulierung im Befundteil entspricht den Empfehlungen der SCCT 2026?

Literatur

  1. Rajiah PS, Alkadhi H, Andreini D, Bullock-Palmer RP, Chinnaiyan K, Chow B, et al. Interpretation and reporting of coronary computed tomographic angiography (2026 update): an expert consensus document of the Society of Cardiovascular Computed Tomography (SCCT). J Cardiovasc Comput Tomogr. 2026. Im Druck. doi:10.1016/j.jcct.2026.08.014 Die zitierten Seiten beziehen sich auf das vorläufige PDF (Journal Pre-proof).
  2. Cury RC, Leipsic J, Abbara S, Achenbach S, Berman D, Bittencourt M, et al. CAD-RADS 2.0 - 2022 Coronary Artery Disease-Reporting and Data System: an expert consensus document of the SCCT, ACC, ACR and NASCI. J Cardiovasc Comput Tomogr. 2022;16(6):536-57. doi:10.1016/j.jcct.2022.07.002
  3. Koweek L, Achenbach S, Berman DS, Carr JJ, Cury RC, Ghoshhajra B, et al. Standardized medical terminology for cardiac computed tomography 2023 update: an expert consensus document of the SCCT, AAPM, ACR, NASCI and RSNA. J Cardiovasc Comput Tomogr. 2023;17(5):345-54. doi:10.1016/j.jcct.2023.06.002
  4. Narula J, Chandrashekhar Y, Ahmadi A, Abbara S, Berman DS, Blankstein R, et al. SCCT 2021 expert consensus document on coronary computed tomographic angiography: a report of the Society of Cardiovascular Computed Tomography. J Cardiovasc Comput Tomogr. 2021;15(3):192-217. doi:10.1016/j.jcct.2020.11.001
  5. Neves PO, Andrade J, Monção H. Coronary artery calcium score: current status. Radiol Bras. 2017;50(3):182-9.
  6. Tamburino C, Tomasello SD, Capodanno D, Di Salvo ME, Marzà F, Galassi AR. Long-term follow-up after drug eluting stent implantation in left main trifurcations. EuroIntervention. 2009;5(4):432-7. doi:10.4244/eijv5i4a68
  7. Kovacevic M, Burzotta F, Elharty S, Besis G, Aurigemma C, Romagnoli E, et al. Left main trifurcation and its percutaneous treatment: what is known so far? Circ Cardiovasc Interv. 2021;14(3):e009872. doi:10.1161/CIRCINTERVENTIONS.120.009872
  8. Kim C, Park CH, Lee BY, et al. 2024 consensus statement on coronary stenosis and plaque evaluation in CT angiography from the Asian Society of Cardiovascular Imaging-Practical Tutorial (ASCI-PT). Korean J Radiol. 2024;25(4):331-42. doi:10.3348/kjr.2024.0112

Quellen der Hinweise „In anderen Quellen“

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  2. Leipsic J, Abbara S, Achenbach S, Cury R, Earls JP, Mancini GBJ, et al. SCCT guidelines for the interpretation and reporting of coronary CT angiography: a report of the Society of Cardiovascular Computed Tomography Guidelines Committee. J Cardiovasc Comput Tomogr. 2014;8(5):342-58. doi:10.1016/j.jcct.2014.07.003
  3. Nieman K, García-García HM, Hideo-Kajita A, et al. Standards for quantitative assessments by coronary computed tomography angiography (CCTA): an expert consensus document of the SCCT. J Cardiovasc Comput Tomogr. 2024;18(5):429-43. doi:10.1016/j.jcct.2024.05.232
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  5. Galassi AR, Vadalà G, Werner GS, et al. Evaluation and management of patients with coronary chronic total occlusions considered for revascularisation. A clinical consensus statement of the European Association of Percutaneous Cardiovascular Interventions (EAPCI) of the ESC, the European Association of Cardiovascular Imaging (EACVI) of the ESC, and the ESC Working Group on Cardiovascular Surgery. EuroIntervention. 2024;20(3):e174-84. doi:10.4244/EIJ-D-23-00749
  6. Lawton JS, Tamis-Holland JE, Bangalore S, et al. 2021 ACC/AHA/SCAI guideline for coronary artery revascularization: a report of the American College of Cardiology/American Heart Association Joint Committee on Clinical Practice Guidelines. J Am Coll Cardiol. 2022;79(2):e21-e129. doi:10.1016/j.jacc.2021.09.006